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'Ted' im Kino Kein Teddy zum Knuddeln
von Peter Fuchs am 2. August 2012
Ein politisch inkorrekter Teddybär macht Mark Wahlberg und Mila Kunis als angehendes Ehepaar das Leben schwer. Nach „21 Jump Street“ ist „Ted“ schon wieder ein Komödienhöhepunkt dieses Jahres. Diese Frage stellen wir uns schon lange: Was geschah mit dem rechten Hoden von Radprofi Lance Armstrong, den er wegen Krebs amputieren ließ? Regisseur und Drehbuchautor Seth MacFarlane findet in seinem Filmdebüt „Ted“ eine Antwort, die einen im Kinosaal vor Lachen aufschreien lässt. MacFarlane ist der Mastermind hinter den Zeichentrickserien „American Dad“ und „Family Guy“. Mit der Komödie „Ted“ teilen diese den smarten Witz, den stark Frank-Sinatra-lastigen Soundtrack und die vielen Referenzen aus der Film- und Popkultur. Vor allem schießt auch hier die spezielle Humorlage stets ein wenig über die aktuell akzeptierte Grenze, was gerade noch lustig sein darf, hinaus. Kein Wunder, dass „Ted“ mit Furz-Szenen, über die man ausnahmsweise sogar lachen kann, als nicht jugendfreie Buddy-Komödie auf die Leinwand kommt. Dabei ist der Titelheld zu Beginn ein ganz Süßer. Ted ist der knuddelige Stoffbär des kleinen Johnny, den die Nachbarskinder dissen und der bei Donner und Blitz große Angst hat. Johnny wünscht sich, sein Teddybär möge zum Leben erwachen. Hopplahopp geht dieser Wunsch in Erfüllung und die beiden schwören sich ewige Freundschaft. Deshalb lebt Johnny (Mark Wahlberg) auch mit Mitte 30 noch mit dem inzwischen erwachsenen Ted zusammen. Doch dann hält Johnny um die Hand seiner Freundin Lori (Mila Kunis) an. Die erfolgreiche Businessfrau erkennt, dass der kiffende und saufende Ted keinen guten Einfluss auf die Schlafmütze Johnny hat. Sie wünscht sich keine Ehe zu dritt mit einem Teddybären, der ziemlich oft skatologisch herumwitzelt. Johnny steht plötzlich vor der Alternative: Lori oder Ted? Ein Teddy, der sich Prostituierte ins Haus bestellt, mag für manche schon witzig genug sein. MacFarlane lässt einer Nutte auch noch ein Missgeschick am Teppich mitten im Wohnzimmer passieren. Ein Umstand, der die beiden Profis Mila Kunis und Mark Wahlberg zu komödiantischer Höchstform auflaufen lässt. Dann gibt es eine der sehenswertesten Kampfszenen atemlos zu verfolgen, bei der eben ein Kombattant ein Teddybär ist. Neben diesen Zutaten einer rabenschwarzen Komödie packt das stimmige Drehbuch auch genügend Emotion in die Handlung, um den Film auch an dieser Front angenehm abzurunden. Den Rest erledigen Cameo-Auftritte wie der köstlich skurrile Part von Schmusestimme Nora Jones.
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