|
'Prometheus' im Kino Das Alien beißt wieder zu
von Peter Fuchs am 9. August 2012
Auf in die „Prometheus“: 33 Jahre nach dem ersten „Alien“-Schocker gruselt Kultregisseur Ridley Scott mit einem Prequel, das neben den bekannten „Facehuggern“ und „Chestburstern“ auch mit philosophischen Fragen aufwartet. Michael Fassbender kann auch lustig. Regisseur Ridley Scott lässt ihn als Android David witzig in Flip Flops durch das schlafende Raumschiff schlendern und sich fortbilden. Dazu zieht er sich den Hollywoodklassiker „Lawrence of Arabia“ rein und interessiert sich vor allem für die Szene, in der die Titelfigur sein Schmerzempfinden mental überwindet. Kommt David in eine neue und gefährliche Situation – und der Film ist natürlich eine Aneinanderreihung solcher Situationen – drückt David erstmal auf alles drauf, um zu sehen, ob da etwas passiert. Das wirkt kindlich verspielt, aber auch gruselig. Und ja, es passiert dann auch etwas. Die Wissenschaftler Elizabeth (Noomi Rapace) und Charlie (Logan Mashall-Green) entdecken 2089 in den Höhlenmalereien vieler, alter Kulturen immer denselben Hinweis auf einen Planeten. Sie vermuten dort den Ursprung des Lebens und lassen sich gesponsert von einem großen Unternehmen im Raumschiff „Prometheus“ auf diesen Planeten bringen. Mit dem Androiden David, einigen Naturwissenschaftlern und der Unternehmenschefin Meredith (Charlize Theron) entdecken sie eine Welt voll bizarrer Schönheit. Aber ihre unschuldige Neugier weckt auch das dort beheimatete Alien. Schon bald kämpfen sie gegen das brutale Monster mit seinen Fangarmen, den messerscharfen Zähnen und dem grauslichen Glibber nicht nur ums eigene Überleben, sondern um den Fortbestand der ganzen Menschheit. Mit „Prometheus“ kehrt Ridley Scott zum Genre der Science-Fiction zurück, die seinen Ruf als Meisterregisseur vor drei Jahrzehnten begründete. Heute zählen „Alien“ (1979) und „Blade Runner“(1982) zu Klassikern der Filmgeschichte. Mit „Prometheus“ kombiniert er die Ausrichtungen der beiden Filme. Der blutige Slasherfilm mit dem klaustrophobischen „Haunted House“-Twist erweitert sich um postmoderne Fragen nach der Identität und Herkunft der Menschheit. So genießt man beim Zusehen nicht nur den Kitzel des Horrorfilms, sondern bekommt ihn auch metaphysisch unterfüttert, selbst wenn die Antworten wenig tröstlich erscheinen. Noomi Rapace als Elizabeth ist jedoch anders als die legendäre Ripley in den ersten vier „Alien“-Filmen – gespielt von Sigourney Weaver. Sie treibt die Neugier der Wissenschaftlerin an, während Ripley bloß um ihr Überleben kämpfen wollte. Gemeinsam ist beiden Frauen jedoch der verwundbare Kern. Einmal unter Druck, rufen sie ihr ganzes Potenzial als Actionheldinnen ab, wobei man sich an Noomi Rapace in einer chirurgisch ausgefeilten Soloszene auch noch lange erinnern wird.
Sci-Fi-Thriller: „Prometheus“
Kinostart: 9. August 2012 Ähnliche Artikel Als Juror der Castingshow „Got To Dance” beurteilt… Haters gonna hate, liebe Zuschauer! Nilz Bokelberg nimmt sich die Kritiker an Markus Lanz und… Das Weiße Haus in Washington als Schauplatz eines Actionreißers? Hollywood bringt demnächst… Es gibt gute Gründe, sich Filme auf der großen Leinwand anzusehen statt zuhause auf einem…
Schlagwörter
Andreas Bock
Architektur
ARD
Beetlebum
Berlin
Blu-ray
BMW
Bundesliga
DVD
EM 2012
Euro 2012
FC Bayern München
Fernsehen
Film
Frédéric Valin
Fußball
HipHop
Hollywood
Internet
Interview
Jan Joswig
Johannes Kretzschmar
Kino
Kolumne
Komödie
Konzept
Kritik
Literatur
Markus Lanz
Motorrad
Motorradmänner
Musik
Nilz Bokelberg
Oscars
Pop
Rezension
Rock
Songwriter
Sport
Thomas Gottschalk
Thriller
Trailer
TV
Yamaha
ZDF
|