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Colin Farrell im Interview „Mit Frauen zu kämpfen, macht weniger Spaß“
von Peter Fuchs am 27. August 2012
In der Neuverfilmung von „Total Recall“ gibt Colin Farrell den Schwarzenegger. Warum er das anders sieht, erzählte er uns beim Gespräch in Berlin. Der irische Schauspieler Colin Farrell hat sich nach dem Flop als Oliver Stones „Alexander“ künstlerisch wieder erholt. In den letzten Jahren stellte er beruflich vor allem seine Vielseitigkeit unter Beweis. Klar, das kriminelle Raubein in „London Boulevard“ nimmt man ihm sofort ab. Aber der 36jährige überzeugte auch als Countrysänger in „Crazy Heart“ oder in einer komischen Rolle in „Kill the Boss“. Das Interview zu seinem aktuellen Film „Total Recall“ fand in der Bibliothek des Berliner Hotels Adlon statt, ein Umstand, den Colin Farrell nach Betreten des Raums nicht erwartete. Colin Farrell: Whow, so viele Bücher! BRASH.de: Lesen Sie gerne? Colin Farrell: Ich lese gerne und viel. Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen? Colin Farrell: „The Accidental Masterpiece“. Ich kann mich jetzt nicht an den Namen des Autors erinnern, aber es ist das wunderschöne Buch eines Kunstkritikers der NY Times. Er untersucht die Verbindung zwischen großen Kunstwerken und Zufällen und fragt sich, was Kunst sei und wie wichtig sie für Menschen ist. Dabei bezieht er sich nicht nur auf abgehobene Kunst für Eingeweihte. Es geht ihm um vielfältige Formen von Kunst im Leben und um das Leben selbst als Kunst.
Colin Farrell: Zwischen den Jobs liegen immer ein paar Monate. Vor zwei Jahren hatte ich sogar acht Monate am Stück frei. Acht Monate mit den Kindern, das war magisch. Im Regelfall habe ich zwei bis drei Monate Zeit zwischen zwei Produktionen. Sind sie ein Familienmensch? Colin Farrell: Sehr, ich sorge mich, dass ich zuviel unterwegs bin, aber das ist nun mal Teil meines Jobs. Bin ich aber Zuhause, haben mich die Kinder wirklich die ganze Zeit. So gleiche ich meine Abwesenheit aus. Sorgen Sie sich in den freien Phasen, dass kein neues Angebot reinkommt? Colin Farrell: Nach diesen acht Monaten erwartete mich ein neues Projekt, da war ich ganz entspannt. Als ich in Dublin mit den Vorsprechen anfing, passierte es oft, dass ich keinen Rückruf oder eine Absage bekam. Aber nach „Tigerland“ kam eine Phase, wo es abging wie verrückt, die Jobs hörten nicht auf. Hatten Sie wie wie Douglas Quaid in „Total Recall“ auch mal einen öden Job? Colin Farrell: Vor der Schauspielerei musste ich mal ein Lagerhaus streichen. Vier Monate einen heißen Sommer lang und es war ein riesiger Bau groß wie ein Flugzeughangar. Colin Farrell: Ja, ganz allein, nur ich gegen diese vier riesigen, unbesiegbaren Wände. (flucht) Das war langweilig! Lernten Sie daraus etwas für heute? Colin Farrell: Ja, ich schätze heute umso mehr, dass ich beruflich etwas machen kann, das ich liebe und das mich fordert. Was forderte Sie an „Total Recall“? Colin Farrell: Anfangs war ich skeptisch. Bei mir denkt man nicht sofort an „Arnie“. Und ich liebe den Film mit ihm. Aber das Drehbuch war dann zum Glück weit genug vom Original entfernt. Obwohl es ein Actionfilm ist, enthält er genug emotionales und psychologisches Drama, um mich für die Zeit der Dreharbeiten zu beschäftigen. Wie drehten Sie die Szenen in der Schwerelosigkeit? Colin Farrell: Das war sehr anstrengend. Wir hingen an Drähten und mussten unseren Schwerpunkt finden. Es ist ziemlich peinlich, wenn man um Hilfe rufen muss: „Cut! Ich habe mich verdreht, Hilfe!“. Trotz Trainings passierte mir das oft. Wie anders ist es, eine Kampfszene mit einer Frau zu drehen? Colin Farrell: Es macht weniger Spaß. Ich bin immer nervös, dass ich sie treffen könnte. Wir tun zwar nur so als ob, aber Unfälle passieren immer wieder mal und das wäre mir dann bei einem männlichen Kollegen lieber. „Total Recall“
Kinostart: 23. August 2012 Ähnliche Artikel Haters gonna hate, liebe Zuschauer! Nilz Bokelberg nimmt sich die Kritiker an Markus Lanz und… Das Weiße Haus in Washington als Schauplatz eines Actionreißers? Hollywood bringt demnächst… Es gibt gute Gründe, sich Filme auf der großen Leinwand anzusehen statt zuhause auf einem… Nach dem „Tree of Life“ inszeniert Kinopoet Terrence Malick jetzt das Liebespaar Ben Affleck…
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