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'Auf der Suche nach...' im Kino Romantische Apokalypse
von Peter Fuchs am 21. September 2012
Wo sind Hulk, Thor oder Iron Man, wenn man sie mal wirklich braucht? In der Endzeitkomödie machen sich Steve Carell und Keira Knightley ganz ohne Superhelden auf die „Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt“. Man stelle sich das vor: Auf die Erde rast ein riesiger Asteroid zu. Ein letzter Versuch, den zerstörerischen Himmelskörper mit einem bemannten Raumschiff zu stoppen, scheitert. Weit und breit keine Superhelden wie Superman oder zumindest ein paar von den „Avengers“, um die Welt zu retten und uns alle vor der Auslöschung zu bewahren. Drehbuchautorin Lorene Scafaria hatte die interessante Idee, die Apokalypse mal auf der Ebene von Lieschen und Max Müller im Kino durchzuspielen. Leider inszenierte sie dabei Keira Knightley als Lieschen, aber zum Glück Steve Carell als Max. Und wählte für den Film den etwas sperrigen Titel „Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt“. Das Ende der Welt ist nah und zwar in 21 Tagen. Der ruhige Versicherungsvertreter Dodge (Steve Carell) lebt sein Leben weiter wie bisher. Er geht zur Arbeit und erfährt dort von einem Vorgesetzten, dass es ihm ab sofort frei steht, jeden Tag in Freizeitkleidung im Büro zu erscheinen. Diese kleinen Absurditäten erfreuen sehr in den ersten Szenen des Films. Seine Freunde beobachtet Dodge dabei, wie sie angesichts des nahenden Endes hysterisch ausflippen und sich orgiastisch hingeben. Sex ist allgegenwärtig und mangels Chardonnay freuen sich alle, dass jemand Heroin mitbringt. Dodges Frau hat sich aus dem Staub gemacht, dafür läuft ihm ein kleiner Hund zu. Und er lernt seine Nachbarin Penny (Keira Knightly) kennen, die gerade eine harte Nacht mir ihrem Musikerfreund hatte. Mit ihr macht er sich auf den Weg, seine alte Highschool-Liebe wiederzusehen und Penny zu ihrer Familie zu bringen. An dieser Stelle verpufft die interessante Idee, mutiert der Katastrophenfilm zum Roadmovie und die schwarze Komödie gerinnt zur schmalzigen Lovestory. Während Steve Carell weiterhin trockenhumorig und solide durch die Handlung stapft, zieht sich Keira Knightley schauspielerisch wieder einmal darauf zurück, ihre Nase kraus zu ziehen. Selten erlebt man im Kino so deutlich, wie die Chemie zwischen zwei Hauptdarstellern nicht stimmt. „Auf der Suche nach einem Freund fürs Ende der Welt“
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