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'Cloud Atlas' im Kino Von Halle Berry bis Katy Karrenbauer
von Peter Fuchs am 16. November 2012
Ein halbes Jahrtausend umfasst die Handlung des Films „Cloud Atlas“, der darf auch ein wenig länger dauern als gewöhnlich. Tom Tykwer und die Wachowski-Geschwister schöpfen in dieser Ausnahmearbeit 164 Minuten aus dem Vollen. Die Verfilmung des Bestsellers „Der Wolkenatlas“ von David Mitchell ist ein ehrgeiziges Projekt. Die Handlung umfasst über 500 Jahre und reicht vom 18. Jahrhundert bis in eine ferne postapokalyptische Zukunft. Die Handlung setzt sich aus sechs verschiedenen Handlungssträngen zusammen, die lose miteinander verbunden sind. Die Erzählung erfolgt nicht linear, sondern springt hin und her. Das ist manchmal reizvoll, aber in den mehr als 2 ½ Stunden, die der Film dauert, auch anstrengend. Da heißt es konzentriert bleiben. Außerdem poppen in diesem Film gleich mehrere Genres auf, vom Wirtschaftskrimi über den Psychothriller bis zum Science-Fiction-Abenteuer ist einiges los. Im hochkarätigen Cast von Tom Hanks über Halle Berry bis Susan Sarandon spielen alle bis zu sechs Rollen und sind zum Teil in ihrer Maske kaum zu erkennen. Ein Anwalt (Jim Sturgess) reist Mitte des 18. Jahrhunderts wegen einer Erbschaft nach Australien, kommt wegen eines Betrügers (Tom Hanks) fast zu Tode und läutert sich durch die Freundschaft zu einem Schwarzen zu einem Kämpfer gegen die Sklaverei. Oder ein talentierter Musiker (Ben Whishaw) komponiert das titelgebende „Wolkenatlas-Sextett“ und wird von seinem Lehrmeister und Brötchengeber gelinkt. Fies auch die Geschichte vom alternden Verleger (Jim Broadbent), der vor der Mafia in ein abgelegenes Hotel flieht. Das entpuppt sich am nächsten Morgen als psychiatrische Anstalt, aus der er nun nicht mehr so einfach abreisen kann. Halle Berry kommt als investigative Journalistin einem Wirtschaftskandal auf die Spur und muss bei der Recherche um das Leben fürchten. Und ein weiblicher Klon in der Zukunft will ein Mensch werden und zettelt eine Revolution an. Uff. Das Regietrio – der deutsche Tom Tykwer und die Geschwister Wachowski – schaffen spannende, komische und melodramatische Einzelmomente, schon der Menge wegen ist viel Schönes dabei. Aber die separaten Szenen fügen sich letztlich nicht zu einem großen Ganzen. Der Slogan des Buchs „Alles ist verbunden“ – also alles hängt mit allem zusammen – bleibt in der Verfilmung eine Behauptung. Langeweile kommt dennoch nicht auf. Man kann sich in den 164 Minuten sehr gut an den spektakulären Masken erfreuen. So taucht Halle Berry zwischendurch als weiße Jüdin, die vor den Nazis geflohen ist, auf. Kurz danach ist sie ein kleiner koreanischer Doktor im 23. Jahrhundert. Ein richtiger Hingucker ist Hugh Grant als Anführer einer fiesen Kannibalentruppe, dieses Rollenfach liegt ihm sogar. Dabei kommt man ebenso zum Schmunzeln, wie beim Kurzauftritt von Katy Karrenbauer, bekannt aus dem Dschungelcamp von RTL. Sie gibt in dieser deutsch-amerikanischen Produktion eine betrunkene Schottin mitten in einer Massenschlägerei. Das macht Spaß. „Cloud Atlas“
Kinostart: 15. November 2012 Ähnliche Artikel „Moulin Rouge“-Regisseur Baz Luhrmann hat F. Scott Fitzgeralds Klassiker „Der große… Cascada for last! Nilz Bokelberg erhofft sich für Deutschland eine pädagogisch wertvolle… Jared Leto macht wieder Musik. Ein neues Album mit seiner Band ’30 Seconds To Mars’ kommt… Mit „Tanz der Teufel“ verhalf Sam Raimi dem Splatterfilm 1981 zu seinem endgültigen…
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