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'Silver Linings' im Kino Ein Film wie ein Wunder
von Rajko Burchardt am 31. Dezember 2012
„Three Kings“-Regisseur David O. Russell lässt in „Silver Linings“ zwei unglückliche Vorstadtneurotiker zueinander finden – und schenkt Bradley Cooper und Jennifer Lawrence die Rollen ihres Lebens. ![]() Erst Tanz und Chaos, dann das Vergnügen: Jennifer Lawrence und Bradley Cooper in "Silver Linings" (Foto: Senator) Hoffnung und Optimismus, dafür steht der Titel von „Silver Linings“, der auf ein Idiom im englischsprachigen Raum verweist. Einen Silberstreif Glück kann Pat (Bradley Cooper) nur allzu gut gebrauchen: Er ist gerade erst aus der Nervenklinik entlassen worden, in die man ihn wegen Körperverletzung auf richterlichen Beschluss hin eingewiesen hatte, und versucht nun verzweifelt, seine untreue Noch-Ehefrau zurück zu gewinnen. Wieder im Haus der besorgten Eltern (Jacki Weaver und Robert De Niro) einquartiert, lernt Pat die ebenfalls problemgebeutelte Witwe Tiffany (Jennifer Lawrence) kennen, die ihm bei der Rückeroberung seiner Frau helfen möchte – sofern er dafür nur mit ihr an einem Tanzwettbewerb teilnimmt. Gemeinsam joggen und proben sie gegen verletzte Gefühle und enttäuschte Erwartungen, während sie auf ihre ganz eigene Art einander Trost spenden. Für die gleichermaßen ungewöhnliche wie bewegte Karriere von Regisseur David O. Russell, in der Erfolg („The Fighter“) und Niederlage (die nie fertig gestellte Politsatire „Nailed“) zuletzt dicht beieinander lagen, ist „Silver Linings“ ein Glücksfall. Publikum und Kritik bejubelten ihn in den USA, er gewann mehrere Zuschauerpreise und gilt bereits als Oscaranwärter. Von einfachem Feelgood-Kino ist Russells denkbar unkonventionelle romantische Komödie jedoch weit entfernt. „Silver Linings“ macht es nicht jedem recht und drückt auch keine aufdringlichen emotionalen Knöpfe, sondern ist in allererster Linie ganz dicht bei seinen Figuren. Es gelingt ihm, so wie es nur den allerwenigsten Filmen gelingt, ihnen Raum zu geben und sie dennoch nicht loszulassen, sie ernst zu nehmen und dennoch nicht zu beschönigen. Seit „Greenberg“, dessen Hauptdarsteller Ben Stiller auch in Russells „Flirting with Disaster“ brillierte, hat es keine Tragikomödie mehr gegeben, die sich mit neurotischen Charakteren so einfühlsam und aufrichtig, so scharfzüngig und auch überaus komisch auseinander setzt.
„Silver Linings“
Kinostart: 3. Januar 2013 Ähnliche Artikel Zum sechsten Mal feiert die derzeit erfolgreichste Action-Serie des Kinos eine Testosteron-Sause… „Moulin Rouge“-Regisseur Baz Luhrmann hat F. Scott Fitzgeralds Klassiker „Der große… Cascada for last! Nilz Bokelberg erhofft sich für Deutschland eine pädagogisch wertvolle… Jared Leto macht wieder Musik. Ein neues Album mit seiner Band ’30 Seconds To Mars’ kommt… Mit „Tanz der Teufel“ verhalf Sam Raimi dem Splatterfilm 1981 zu seinem endgültigen…
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