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„Crazy Heart“ im Kino: Jeff Bridges auf Oscar-Kurs
Von: Peter Fuchs   Vor 190 Tagen 6 Stunden 23 Minuten
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Der Mann war ein Star. Als Country-Sänger hatte Bad Blake (Jeff Bridges) viele Nummer-Eins-Hits. Aber die musikalische Kreativität des einstmaligen „Cowboy Of Love“ ist versiegt. Außerdem haben längst feschere Jungspunde mit Boyband-Appeal das Publikum erobert. Jetzt tingelt Bad auf drittklassigen Bühnen durch die Provinz und spielt ab- und ausgebrannt in heruntergekommenen Bowlingbahnen (ein Seitenhieb auf seine populärste Rolle als Dude in „The Big Lebowski“?). Nur der Alkohol spendet ihm Trost, davon aber reichlich. So passiert es schon mal, dass Bad mitten in seinem größten Hit die Bühne verlässt, um hinter der Kaschemme in einen Mülleimer zu kotzen. Schön blöd, wenn ihm dann auch noch seine Sonnenbrille in diesen Mülleimer gefallen ist. Aber einfach abgewischt, zurück auf die Bühne, den Song zu Ende bringen und danach den wohl ältesten Groupie der Welt abschleppen. Es ist alles trauriger als es aussieht. Bis Bad eines Tages auf die Lokaljournalistin Jean (Maggie Gyllenhaal) trifft.

Die alleinerziehende Mutter ist zwar jung, trägt aber jede Menge Lebenserfahrung und Enttäuschungen vor sich her. Bad und Jean verlieben sich ineinander. Da entdecken sich zwei Seelenverwandte. Bad schöpft daraus so viel Kraft, dass er wieder zu komponieren beginnt. Plötzlich läuft alles wieder besser - der kommende Dämpfer ist praktisch vorprogrammiert und lässt doch lange auf sich warten.

Nach einem Zwischenfall muss Maggie ihre Mutterpflichten höher priorisieren als ihre Liebe zu Bad und trennt sich. Der stürzt darauf in ein tieferes Loch, als jemals zuvor. Wieder viel zu viel Alkohol. Großartig, wie Jeff Bridges dabei das Kotzen in ein Weinen übergehen lässt. Die zweite Chance war da, von jetzt an liegt alles bei ihm.

Abgerundet wird dieses Künstler- und Alkoholdrama von überzeugenden Nebendarstellern wie Robert Duvall als resolutem Freund und Colin Farrell als Country-Star der neuen Generation. Maggie Gyllenhaal pendelt hervorragend zwischen starker Mutter und naiver Liebender. Jeff Bridges ist mit seiner Rolle als Bad für einen Oscar nominiert, wahrscheinlich bekommt er ihn auch. Es wäre ihm und seiner Rolle zu wünschen.

Country-Tragödie:

„Crazy Heart“
(USA 2009)
Regie: Scott Cooper
mit:  Jeff Bridges, Maggie Gyllenhaal, Robert Duvall, Colin Farrell u.v.m.

ab 4. März 2010 im Kino

www.crazyheart-derfilm.de

 


GEWINNSPIEL:

Der „Dude“ in der zweiten Rolle seines Lebens: Für seine Rolle als Bad Blake hätte Jeff Bridges einen Oscar verdient, für „The Weary Kind“, den Titelsong von „Crazy Heart“, sein Komponist Ryan Bingham (nein, nicht die Rolle von George Clooney in "Up In The Air"). Wir verlosen deshalb zweimal jeweils einen Soundtrack, zwei Kinogutscheine und ein auf 1500 Exemplare limitiertes Fotobuch mit Schwarz-Weiß-Bildern und handschriftlichen Notizen von Jeff Bridges zu „Crazy Heart“.

Wer gewinnen möchte, der werde Fan von BRASH.de auf Facebook (falls er es nicht schon ist!) und hinterlasse einen Kommentar unter dem Link zu diesem Artikel hier. Teilnahmeschluss ist der 18. März 2010, die Gewinner werden von uns kontaktiert. Viel Erfolg!







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